Aus für customGPTs - keine neuen customGPTs in ChatGPT mehr möglich

Aus für customGPTs - Warum Du keine neuen customGPTs in Chat PT mehr erstellen kannst

August 14, 202610 min read

Warum kann ich keine neuen Custom GPTs mehr erstellen? Die Antwort betrifft auch Plus und Pro

OpenAI hat die Erstellung von Custom GPTs auf persönlichen Konten geschlossen, Free, Go, Plus und Pro inklusive. Was das für Deine bestehenden Custom GPTs bedeutet, was ein Business-Workspace wirklich kostet und was Du diese Woche sichern solltest.


Der Erstellen-Button für Custom GPTs ist weg

Der Moment passiert bei vielen gerade zeitgleich. Du willst schnell einen kleinen Helfer bauen. Einen Custom GPT für Deine Angebotstexte, einen für die Kundenanfragen, einen für die Struktur Deiner Blogartikel. Du gehst auf "GPTs erkunden", suchst den Button zum Erstellen. Und der Button ist weg.

Hier die direkte Antwort, bevor Du weitersuchst: Auf persönlichen ChatGPT-Konten kannst Du keine neuen Custom GPTs mehr erstellen oder veröffentlichen. Das gilt für Free, Go, Plus und Pro gleichermaßen. Deine bestehenden Custom GPTs bleiben nutzbar, und Du kannst sie in der Regel weiter bearbeiten. Neue Custom GPTs entstehen nur noch in Business-, Enterprise- und Edu-Workspaces, sofern die Einstellungen und Berechtigungen dort das zulassen.

Das steht so im Hilfe-Center von OpenAI, an mehreren Stellen, in klarer Sprache. Und im Artikel zur Fehlerbehebung steht zusätzlich der wichtigste Satz für Deine Nerven: Es ist keine technische Störung, sondern eine Beschränkung der Kontoberechtigung. Du hast nichts falsch gemacht. Du suchst einen Button, den es für Dein Konto nicht mehr gibt.

Ich begleite seit über 300 Workshops Menschen, die genau solche Custom GPTs bauen. Deshalb sage ich Dir gleich das Wichtigste: Das hier ist kein Grund zur Panik. Es ist ein Grund, diese Woche 30 Minuten zu investieren.


Das Wichtigste in Kürze

  • Neue Custom GPTs lassen sich auf persönlichen Konten nicht mehr anlegen oder veröffentlichen, unabhängig davon, ob Du zahlst oder nicht.

  • Bestehende Custom GPTs bleiben nutzbar, und das Bearbeiten eigener Custom GPTs ist weiterhin möglich, abhängig von Tarif und Berechtigungen.

  • Der einzige Selbstbedienungsweg zum Bauen neuer Custom GPTs führt über ChatGPT Business, mit einem Minimum von zwei Plätzen.

  • OpenAI hat Custom GPTs bereits im April 2026 offiziell als Vorgängerformat der Workspace Agents bezeichnet. Der Trend war lesbar.

  • Dein Wert liegt nicht im Custom GPT, sondern in den Anweisungen, dem Wissen und dem Ablauf dahinter. Genau das ist übertragbar.


Warum Dich das trifft, wenn Du Custom GPTs für Kunden gebaut hast

Ich habe in den letzten zwei Jahren viele Funktionen kommen und leise gehen sehen. Diese hier trifft anders, weil sie etwas berührt, das Selbstständige und kleine Teams tatsächlich gebaut haben.

Der Custom GPT war für viele der erste echte Aha-Moment mit KI. Nicht "ich chatte mit einem Bot", sondern "ich habe meinem Wissen eine Oberfläche gegeben". Der Angebots-GPT mit den eigenen Textbausteinen. Der Einwand-GPT mit den echten Kundenfragen. Der Onboarding-GPT, den Du Deiner neuen Assistenz in die Hand gedrückt hast. Das war der Punkt, an dem KI aufgehört hat, ein Spielzeug zu sein.

Und jetzt merken Menschen, dass sie diesen Punkt in einer fremden Oberfläche gebaut haben.

Genau da sitzt der Schmerz. Nicht im fehlenden Button, sondern in dem Gefühl, dass Arbeit von Monaten an einer Berechtigung hängt, über die jemand anderes entscheidet. Ich verstehe das. Ich habe Teilnehmer, die vier Monate an einem Kunden-Assistenten geschraubt haben und deren erste Frage war: "Michael, ist das jetzt alles weg?"

Nein. Es ist nicht weg. Das Licht ist an, es fehlt die Baugenehmigung.

Aber die Frage darunter ist die interessantere: Warum hat sich das so schnell angefühlt, obwohl es angekündigt war?


Was mit den Custom GPTs tatsächlich passiert ist, in der richtigen Reihenfolge

Diese Änderung kommt nicht aus dem Nichts. Sie ist der letzte Schritt einer Bewegung, die seit Monaten läuft.

April 2026: Die Ansage. OpenAI stellt Workspace Agents vor und beschreibt sie selbst als Weiterentwicklung der GPTs. Diese Agenten laufen dauerhaft in der Cloud, hängen direkt an Slack, Google Drive, Microsoft 365, Salesforce, Notion und weiteren Systemen und arbeiten weiter, wenn niemand am Rechner sitzt. Im gleichen Atemzug steht dort, dass Custom GPTs für Geschäftskonten auslaufen, ohne festes Datum, mit geplantem Umwandlungsweg. VentureBeat hat damals berichtet, dass Privatpersonen ihre GPTs auf absehbare Zeit weiter nutzen können. Genau das ist bis heute wahr geblieben, nur eben ohne die Möglichkeit, neue zu bauen.

Gleichzeitig: Die Modelle unter den GPTs bewegen sich. Am 13. Februar 2026 hat OpenAI GPT-4o und weitere Modelle in ChatGPT abgeschaltet. Am 26. Juni 2026 ist GPT-4.5 verschwunden, ausdrücklich auch für Custom GPTs. Am 30. August 2026 wird der offizielle DALL·E-GPT eingestellt, wobei selbst erstellte GPTs mit Bildfunktion nicht betroffen sind. Das Muster ist immer dasselbe: kurze Vorlaufzeit, klare Ansage, Umsetzung.

Jetzt: Die Tür zum Bauen ist zu. Im Hilfe-Center steht an vier verschiedenen Stellen dieselbe Formulierung. Persönliche Konten, ausdrücklich einschließlich Plus und Pro, können keine neuen Custom GPTs erstellen oder veröffentlichen. Bestehende Custom GPTs bleiben nutzbar. Bearbeiten geht weiter, wenn Tarif und Berechtigungen es erlauben. Das Erstellen neuer Custom GPTs findet nur noch in Business-, Enterprise- und Edu-Workspaces statt.

Und die Zahl, die zählt. Wenn Du weiter bauen willst, ist ChatGPT Business der Weg, den Du ohne Vertriebsgespräch selbst buchen kannst. OpenAI nennt für die meisten Länder 25 US-Dollar pro Nutzer und Monat bei monatlicher Zahlung, 20 US-Dollar bei jährlicher Zahlung, wobei die Preise je nach Land abweichen. Dazu gilt ein Minimum von zwei Standard-Plätzen.

Für Dich als Einzelunternehmer heißt das: rund 40 US-Dollar pro Monat bei Jahreszahlung, rund 50 US-Dollar bei monatlicher Zahlung. Für zwei Plätze, von denen Du einen brauchst.

Das ist eine echte Ausgabe. Und es ist weniger, als viele für ein Kundenessen ausgeben. Die ehrliche Frage ist also nicht, ob 40 Dollar bezahlbar sind. Die Frage ist, ob die Custom GPTs, die Du baust, mehr als 40 Dollar Wert pro Monat erzeugen.

Für die Coachin, die einen wiederverwendbaren Erstgespräch-Assistenten an jede neue Klientin gibt, beantwortet sich das schnell. Für den Berater, der einem Fünferteam einen trainierten Assistenten in die Hand drückt, auch. Für jemanden, der 2024 einen Custom GPT gebaut und seitdem nicht mehr geöffnet hat, eben nicht.


Dein Asset war nie der Custom GPT

Hier kommt der Teil, der mir wirklich wichtig ist.

Ein Custom GPT ist ein Behälter. Nichts weiter. Der Wert liegt in drei Dingen: in den Anweisungen, die Du formuliert hast. In den Wissensdateien, die Du zusammengetragen hast. Und in dem Ablauf, den Du durch Ausprobieren herausgefunden hast.

Diese drei Dinge gehören Dir. Sie sind Text. Und Text ist übertragbar.

Dieselben Anweisungen funktionieren in einem Claude Projekt. In einem Claude Skill, der plattformnah abläuft und den Du versionieren kannst wie eine Datei. In einem Gemini Gem. In einem schlichten Dokument, das Dein Team überall einfügen kann. Und in dem Format, das nächstes Quartal erscheint und das heute noch keinen Namen hat.

Ich habe genau deshalb meine eigene Arbeit vor einiger Zeit umgebaut. Meine Sichtbarkeits-Prüfung, mein FAQ-Generator, meine Textbausteine, das alles liegt bei mir als Skill in Dateien, die ich besitze. Nicht, weil ich in die Zukunft sehen konnte. Sondern weil ich in über 15 Jahren IT bei Oracle und Fujitsu Siemens eine Lektion gelernt habe, die nie veraltet: Wer seine Logik in der Oberfläche eines Anbieters ablegt, übergibt dem Anbieter die Entscheidung über seinen Zeitplan.

Als diese Meldung kam, war meine Reaktion deshalb ein Schulterzucken und ein Nachmittag Arbeit. Nicht Genie. Nur Dateiverwaltung, angewendet auf eine neue Art von Besitz.

Das ist übrigens der Kern von KI braucht MI. Die Maschine liefert Geschwindigkeit. Die Struktur, das Urteil und die Dokumentation kommen von Dir. Und nur der Teil, der von Dir kommt, überlebt einen Anbieterwechsel.


Was Du mit Deinen Custom GPTs diese Woche konkret machst

Fünf Schritte. Zusammen unter einer Stunde. Mach sie jetzt, nicht wenn Du sie brauchst.

1. Öffne jeden Custom GPT, den Du besitzt, und kopiere die Anweisungen heraus. Gehe auf "GPTs erkunden", dann "Meine GPTs", wähle den Custom GPT und klicke auf Bearbeiten. Markiere den kompletten Anweisungstext und leg ihn in ein Dokument, das Dir gehört. Ein Ordner, eine Datei pro Custom GPT, fertig.

2. Lade Deine Wissensdateien herunter. Die PDFs, Preislisten und Textsammlungen, die Du hochgeladen hast, waren von Anfang an Deine. Hol sie in Deinen eigenen Ordner zurück, damit Du sie nicht neu zusammenstellen musst.

3. Sortiere ehrlich aus. Notiere, welche Custom GPTs Du tatsächlich nutzt. Bei den meisten Menschen sind es drei, die zählen, und elf, die es nicht tun. Diese Liste entscheidet über Schritt fünf, nicht Dein Bauchgefühl.

4. Übertrage Deinen wichtigsten Custom GPT in ein plattformunabhängiges Format. Nimm den einen Custom GPT, den Du am häufigsten nutzt, und baue ihn als Claude Skill, Claude Projekt oder Gemini Gem nach. Anweisungen einfügen, Wissensdateien anhängen, drei echte Aufgaben testen. Danach weißt Du aus Erfahrung, dass Deine Arbeit umziehen kann.

5. Rechne den Business-Workspace nur dann durch, wenn Schritt drei es hergibt. Wenn zwei oder mehr Custom GPTs echten Wert liefern, kalkuliere die zwei Plätze und behandle sie als Werkzeug, nicht als Abo. Wenn nicht, spare Dir das Geld und arbeite mit dem, was Du bereits bearbeiten darfst.

Willst Du noch fünf weiterführende Schritte, etwa zum Versionieren, zum Team-Zugriff und zum Umgang mit Actions und API-Anbindungen? Sag Bescheid, dann liefere ich die nach.


Frequently Asked Questions

Ich habe Plus bezahlt. Sind meine bestehenden Custom GPTs jetzt gelöscht? Nein. OpenAI schreibt ausdrücklich, dass bestehende Custom GPTs weiterhin nutzbar bleiben. Du und alle, die Zugriff haben, können weiter mit ihnen chatten. Gesperrt ist nur das Anlegen und Veröffentlichen neuer Custom GPTs auf persönlichen Konten.

Kann ich meine eigenen Custom GPTs noch bearbeiten? In der Regel ja. OpenAI formuliert es mit der Einschränkung, dass Tarif und Berechtigungen es zulassen müssen. Du findest den Weg über "GPTs erkunden", dann "Meine GPTs", Custom GPT auswählen, "GPT bearbeiten". Änderungen landen zuerst in einem Entwurf und gehen erst mit "Update" live. Fehlt der Bearbeiten-Button, prüfe zuerst, ob Du im richtigen Konto angemeldet bist und ob der Custom GPT wirklich von Dir erstellt wurde.

Warum ist der Erstellen-Button für Custom GPTs bei mir verschwunden, obwohl ich Pro habe? Weil der Tarif nicht mehr entscheidend ist, sondern der Kontotyp. OpenAI nennt in seinem Artikel zur Fehlerbehebung ausdrücklich Free, Go, Plus und Pro und bezeichnet die Situation als Beschränkung der Kontoberechtigung, nicht als technischen Fehler. Am Handy war das Bauen von Custom GPTs übrigens nie möglich, dort hat sich nichts geändert.

Lohnt sich ChatGPT Business, wenn ich nur Custom GPTs bauen will? Rechne es an einer einzigen Zahl aus. Zwei Plätze sind Pflicht, das ergibt rund 40 US-Dollar monatlich bei Jahreszahlung. Wenn Deine Custom GPTs Dir pro Monat mehr als diese Summe an Zeit oder Umsatz bringen, ist die Antwort ja. Wenn Du einen Custom GPT besitzt, den Du selten öffnest, ist die Antwort nein, und Du bist mit einem Skill oder Projekt in einem anderen Werkzeug besser bedient.

Was ist der Unterschied zwischen einem Custom GPT und einem Claude Skill? Ein Custom GPT lebt in der ChatGPT-Oberfläche und ist an das Konto gebunden, mit dem Du ihn gebaut hast. Ein Claude Skill ist eine Datei mit Anweisungen und Referenzmaterial, die Du selbst besitzt, weitergeben und versionieren kannst. Inhaltlich machen beide dasselbe. Beim Skill behältst Du die Datei, wenn sich die Zugriffsregeln ändern.


Der Punkt, der bleibt

Ich sage in jedem Workshop denselben Satz, und diese Woche bekommt er neuen Rückhalt: Du bist der Dirigent, KI ist Dein Orchester. Ein Orchester kann Instrumente austauschen. Der Dirigent bleibt derselbe, weil er die Partitur hat.

Genau darum geht es hier. Nicht um einen Button, der verschwunden ist. Sondern um die Frage, wo Deine Partitur liegt. Liegt sie in einem Ordner, den Du besitzt, ist diese Meldung ein Nachmittag Arbeit. Liegt sie ausschließlich in einer fremden Oberfläche, ist sie ein schlechter Tag.

Und die gute Nachricht: Du entscheidest das heute, nicht OpenAI. Öffne Deine Custom GPTs, kopiere die Anweisungen, lade die Dateien herunter. Dreißig Minuten, ein Ordner, keine Abhängigkeit.

Zugriffsrechte ändern sich. Dokumentierte Expertise nicht.


Du willst wissen, wie Du Deine bestehenden Custom GPTs in plattformunabhängige Skills überführst und dabei nichts verlierst? Melde Dich unter [email protected] oder schau auf www.michaelheitkoetter.com vorbei.

Stand: 14. August 2026. Quellen: OpenAI Hilfe-Center (GPTs in ChatGPT, Creating and editing GPTs, Troubleshooting GPTs, What is ChatGPT Business, ChatGPT Release Notes), VentureBeat und weitere Berichterstattung zur Vorstellung der Workspace Agents am 22. April 2026. Preise und Verfügbarkeiten können sich ändern, bitte vor einer Buchung selbst prüfen.

Michael Heitkötter

Michael Heitkötter

Michael Heitkötter macht KI greifbar, konkret und sofort anwendbar, für Solopreneure, Coaches und kleine Unternehmen, die mehr aus ihrem Business herausholen wollen, ohne technische Vorkenntnisse zu brauchen. Seit über zwei Jahrzehnten begleitet er Menschen in Vertrieb, Marketing und digitaler Kommunikation. Heute hat er sich auf einen klaren Fokus spezialisiert: KI einfach machen. Nicht als abstraktes Konzept, sondern als praktisches Werkzeug, das dir heute schon Zeit spart und morgen mehr Umsatz bringt. Als KI-Coach und Berater zeigt Michael Schritt für Schritt, wie du KI in deinen Alltag integrierst, Ideen schneller entwickelst, Inhalte effizienter erstellst und deinen Kunden mehr Wert lieferst. Sein Ansatz: Erst geben, dann verkaufen. Kein Hype, kein leeres Versprechen, nur konkrete Ergebnisse. 💡 Sein Kernversprechen ist einfach: Wer KI richtig einsetzt, arbeitet weniger und erreicht mehr. Auf seinem Blog "KI Einfach Machen" teilt Michael praxisnahe Tipps, erprobte Prompts und echte Beispiele aus seiner Arbeit mit Kunden im DACH-Raum. Alles darauf ausgerichtet, dass du es direkt umsetzen kannst, ohne erst einen Informatik-Abschluss zu machen. Mehr von Michael findest du auf michaelheitkoetter.com

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